Sonic the Hedgehog

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Action

Interview: Carmine Carpenito

Jim Carrey: «Ich bin eher ein Nomade»

Jim is Back! Der Kultkomiker gibt in SONIC THE HEDGEHOG einen Bösewichten. Ideal, um sich wieder einmal so richtig auszutoben, wie er uns im Interview verrät.

Jim Carrey, wie fühlt es sich an den Menschen ein Lachen ins Gesicht zaubern zu können? Es ist fantastisch. Es ist eine wundervolle Welt in die ich da hineingestolpert bin. Ich habe eine tolle Zeit. Ich kann machen, was immer ich künstlerisch machen möchte. Ich fühle mich weder in eine Schublade gesteckt, noch in irgendeiner Art zurückgehalten. Die Welt ist eine offene Möglichkeit mich auszudrücken. Als sie mit Sonic auf mich zukamen, freute ich mich enorm. Ich konnte endlich wieder den Teil meines Hirns verwenden, der absurd und lustig sein wollte. Ich durfte das teuflische Genie mit einem Grinsen in meinem Herzen spielen. Ich liebe den Film. Es ist ein grossartiges Projekt. Es ist meine Mission die Menschen von ihren Sorgen zu befreien.

Fühlte es sich für Sie an wie nach Hause zu kommen, nachdem Sie THE BAD BATCH und TRUE CRIMES gemacht haben? Ich weiss nicht, ob ich es wirklich als Zuhause bezeichnen würde. Ich bin eher ein Nomade. Mein Zuhause ist dort wo ich bin. Wo immer ich meinen Kopf niederlege, dort ist mein Zuhause (singt). So fühlte es sich für mich an. Es fühlt sich grossartig an. Ich habe viele Charaktere gespielt, die Kinder heute als Halloween-Kostüme tragen und sich auch sonst dafür erwärmen. Das ist eine weitere Begeisterung für mich. Sie geben es sogar von Generation zu Generation weiter. Es gibt Rapper, die eine Hommage an DIE MASKE machen. Das alles ist für mich unglaublich und gibt mir einen zusätzlichen Kick.

Wie wichtig ist es Ihnen als Komiker Ihr inneres Kind am Leben zu halten? Es gibt gewisse Dinge, die einem einfach dort halten. Sie müssen es sogar ein bisschen. Ich sehe die Welt nur noch so. Ich durchlebte so viele Höhen und Tiefen. Ich bin an einem Punkt angelangt, dass jedes Gesicht, das ich sehe, eine Gelegenheit für mich ist. Es ist ein bisschen wie eine magische Welt. Eines Morgens wachte ich auf und begann für mich selbst zu kochen. Letzten Abend bin ich mit einigen von meinen Freunden und Familie für einen Spaziergang in Berlin nach draussen gegangen. Oft kommt man an diese Orte, wo man Pressearbeit machen soll, jedoch den Ort selbst kann man weder sehen noch erleben. Letztes Mal als ich in Berlin war, habe ich mit Puppenspielern am Brandenburger Tor getanzt.

Konnten Sie dieses Mal ebenfalls etwas machen? Gestern Abend waren wir am Fluss Spree. So heisst der doch, oder? Doch genau, direkt neben dem Museum war der. Wir machten also den ganzen Flussspaziergang. Es war schön aber gleichzeitig auch regnerisch. Dann verabschiedete ich mich von allen, setzte meine Kopfhörer auf und spielte „A Night in Tunisia“ von Miles Davis ab. In diesem Moment war alles einfach vollkommen. Ich schlenderte durch Berlin und es war himmlisch. Einmal sah ich in einen Nebengasse und sah dort ein Liebespaar engumschlungen laufen. Über ihnen hielten sie einen grossen roten Regenschirm. Ich dachte nur, dass muss ich unbedingt malen. Egal wo ich bin, sobald es anfängt zu regnen, höre ich den Song von Miles Davis. Er hat einen Weg wie er diese Regentropfen in Diamanten verwandeln kann. Es wird alles einfach magisch.

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