Ein Schwarz-Weiss-Film, der komplett durch die Decke geht? Die italienische Dramödie C’È ANCORA DOMANI machte es möglich und will nun auch die Schweizer Kinos im Sturm erobern.
Es kommt höchst selten vor, dass ein Schwarz-Weiss-Film die Kinokassen zum klingeln bringt – zuletzt gelang dies 2012 dem Oscar-Gewinner «The Artist», doch die damaligen Einspielergebnisse wurden von C’È ANCORA DOMANI regelrecht pulverisiert – zumindest in Italien, wo es sich das Werk von Regiedebütantin Paola Cortellesi ganze sieben Wochen lang an der Spitze der Kinocharts gemütlich machte. Insgesamt verweilte der Mega-Hit 12 Wochen in den Top 10 und spielte dabei fast 40 Millionen ein. Nun darf endlich auch das Schweizer Publikum in den Genuss dieses Meisterwerks kommen, das inhaltlich in Rom und zwar 1946 nach der Befreiung vom Faschismus angesiedelt ist.Paola Cortellesi schlüpft in die Hauptrolle
Protagonistin Delia, gespielt von Regisseurin Paola Cortellesi, ist die Ehefrau von Ivano und Mutter dreier Kinder. Zwei Rollen, in die sie sich voller Hingabe fügt. Obendrein bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten. Ivano hingegen fühlt sich berechtigt, alle daran zu erinnern, wer der Ernährer ist. Nicht nur mit Worten. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag. Bis ein mysteriöser Brief ein trifft, der ihr den Mut gibt, alles über den Haufen zu werfen und sich ein besseres Leben zu wünschen, nicht nur für sich selbst...
Ergreifender Mix aus Komödie und Drama
C’È ANCORA DOMANI proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation und erinnert so ein wenig an «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe. Es ist ein lakonischer, schulterzuckender Humor, mit dem die Frauen in dieser repressiven Zeit unter dem Radar tyrannischer Männer zusammenhalten, eine leichte, geradezu beiläufige weibliche Solidarität angesichts der Übermacht des Patriachats mit seinen überkommenen Rollenvorstellungen. Vorstellungen, die sich bis heute halten – nicht umsonst konnte C’È ANCORA DOMANI in Italien mehr als 5.3 Millionen begeisterte Menschen in die Kinosäle locken.