In L’AMOUR OUF setzt uns Gilles Lellouche ein junges Paar vor, das sich für die Liebe alles und jedem widersetzt. FILM GUIDE traf den Regisseur zum Interview.
L’AMOUR OUF basiert auf einem Buch, das Sie vor 17 Jahren lasen. Wie kam es dazu, dieses zu verfilmen? Was mich wirklich gefesselt hat, war diese Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Klassenkampfes. Und dann waren da noch diese Erinnerungen an Epochen, die meine eigenen waren, quasi die Verbindung zu meiner Jugendzeit damals.
Und wieso hat es ganze 17 Jahre gedauert, um den Ball ins Rollen zu bringen? Ich war schlichtweg noch nicht bereit für dieses Projekt, da ich mich als Künstler erst noch entfalten musste, ehe ich dieses äusserst ambitionierte Werk in Angriff nehmen konnte. Was am meisten Zeit in Anspruch nahm, war das Schreiben des Drehbuches, da ich in dieser Hinsicht ein sehr langsam arbeitender Mensch bin. (lacht)
Aber beim Rest ging dann alles schneller? Ja, sobald ich das Drehbuch mal fertig gestellt habe, geht es ruck zuck (lacht). Aber beim Schreiben durchlebe ich einen ganz besonderen Prozess, da ich fest an die Worte glauben muss, die ich auf Papier gebracht habe. Und wenn ich das, was ich geschrieben habe, mal weglege, dann muss ich am nächsten Tag, wenn ich mir wieder alles durchlese, immer noch sicher sein, dass ich auf dem richtigen Pfad bin. Ich ziehe mich oft zurück, überdenke alles, schreibe um...
Was passiert dann? Sobald das Geschriebene mal ernst haft Form annimmt, entwickle ich zunehmend ein Gespür dafür, ob das, was ich da verfasst habe, etwas taugt.
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