Am 2. September 1998 verändert der Absturz des Swissair-Flugs 111 vor der Küste von Halifax das Leben vieler Menschen für immer. Damals starben alle 229 Passagiere und Besatzungsmitglieder bei einer der schwersten Katastrophen der Schweizer Luftfahrtgeschichte. Der Film thematisiert das Leben danach.
Das feinfühlige Drama 111 – ECHOES FROM HALIFAX erzählt ganz bewusst nicht die Katastrophe selbst – der Moment des Absturzes wird im Film nie gezeigt. Stattdessen folgt die Geschichte den tiefgreifenden Nachwirkungen des Unglücks über Landesgrenzen hinweg. Das Publikum begleitet Angehörige, die verzweifelt um Gewissheit ringen, Care-Worker, die versuchen Trost zu spenden, und die Bewohner einer kanadischen Hummerfischer-Gemeinde, die plötzlich mit den Trümmern konfrontiert werden. Während die Jahre vergehen und viele Fragen offen bleiben, zeigt das Werk auf berührende Weise, wie kollektive Trauer fremde Menschen verbindet, Beziehungen verändert und schliesslich ganz neue Perspektiven entstehen lässt.Zutiefst bewegende Momente
Hinter dieser hochkarätigen schweizerisch-kanadischen Koproduktion von C-Films steht der Schweizer Regisseur Mauro Mueller. Er inszeniert die schmerzhaften Ereignisse als tiefgründiges und stilles Charakterkino, das die Dimension der Tragödie über die Schicksale einzelner Menschen greifbar macht. Für die emotionalen Rollen konnte ein erstklassiges Ensemble verpflichtet werden: Die Schweizer Schauspielerin Ursina Lardi brilliert an der Seite von Anatole Taubman und dem kanadischen Star Kris Holden-Ried. Das Drama liefert zutiefst bewegende Momente, die ein eindringliches Kinoerlebnis garantieren.