Parthenope

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Drama

Interview: Anicée Gohar

Gary Oldman: «Wir hatten alle ein Lächeln auf dem Gesicht»

Der oscarprämierte Regisseur Paolo Sorrentino serviert uns ein monumentales und romantisches Portrait einer schönen Anthropologiestudentin, die durch Neapel streift und zur Faszination aller wird – auch von John Cheever, gespielt von Gary Oldman. Wir trafen den Briten an der Weltpremiere in Cannes zum Interview.

Gary Oldman, wir treffen uns hier in Cannes. Was bedeutet Ihnen das hiesige Film Festival? Das ist bereits mein viertes Mal hier. Im Jahr 1993 sass ich in der Jury, 1996 habe ich zusammen mit Regisseur Luc Besson einen Film vorgestellt und dann war ich vor wenigen Jahren noch einmal hier. Dann allerdings, um über meine Karriere zu sprechen. Und jetzt bin ich wieder hier, zusammen mit Paolo Sorrentino und unserem gemeinsamen Film PARTHENOPE.

Und wie geht es Ihnen dabei? Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis unserer Arbeit. Und basierend auf dem, was ich gestern gesehen habe, kann ich sagen, dass wir auf dem Red Carpet alle sehr glücklich waren. Wir hatten alle ein Lächeln auf dem Gesicht. (lacht)

Die Reaktionen auf den Film waren in der Tat grossartig. Waren Sie davon berührt? Und wie! Am meisten freut es mich für Paolo.

Wie war die Zusammenarbeit mit ihm? Ich habe jeden einzelnen seiner Filme gesehen und zähle mich zu seinen Fans. Aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich eines Tages mit ihm zusammenarbeiten würde, da er überwiegend in Italien arbeitet. Also dachte ich, dass eine Kollaboration nie und nimmer zustande kommen würde. Aber ich liebe seine Filme so sehr.

Warum? Die Zusammenarbeit mit ihm erwies sich als zutiefst interessant. Die Crew, die er zusammengetrommelt hat, hat bereits viele Male mit ihm zusammengearbeitet. Aus diesem Grund konnte sie oft vorhersehen, wie es Paolo gerne hätte. Sobald für eine Szene alles aufgebaut war, kam er, sah sich alles an, ging dann aber wieder, versank in Gedanken und rauchte seelenruhig eine Zigarette. Nach einer Weile kehrte er zurück und teilte uns mit, was wir tun. Für mich hat es sich so angefühlt, als würde ich jemandem dabei zusehen, wie er ein Orchester leitet. Es war zudem sehr ruhig auf dem Set, es gab keine Regieassistenten, die ständig nur herumgeschrien haben. Der gegenseitige Umgang war sehr respektvoll.

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