NEW YORK Ex-Bondgirl Rosamund Pike spielt im Thriller GONE GIRL Amy Dunne, welche plötzlich verschwindet. Im Interview spricht sie über ihre Zusammenarbeit mit Schauspiel-Kollege Ben Affleck und Kult-Regisseur David Fincher.
Was für eine Person ist Amy Dunne? Der Punkt an Amy ist, dass sie, wie jeder, der mit einer narzisstischen Persönlichkeit erzogen wurde, einen zerbrechlichen Sinn für sich selber hat. Diese Personen können sehr attraktiv sein und starke Persönlichkeiten haben, aber gleichzeitig zerbrechlich sein. Das kann dazu führen, dass sie verschiedene Rollen spielen können. Das sehen wir bei Amy, sie ist ein cooles Mädchen, je nachdem, welchen Mann sie versucht anzulocken. Es war sehr interessant, so jemanden zu spielen. Amy ist auf ihre Art auch eine Schauspielerin.
Die Geschichte wurde aus den Perspektiven von Amy und Nick erzählt. Wie hat dies Ihre Zusammenarbeit mit Ben Affleck beeinflusst? Hatte man dadurch viele Diskussionen? Nein, das hatten wir nicht. Die Rückblenden werden aus Amys Sicht erzählt und weniger aus Nick's Sicht. Nick ist mehr in die aktuelle Situation integriert. Aber natürlich war es ein grosser Spass, den Beginn unserer Beziehung zu kreieren, es war romantisch und albern. Wenn man das im Film sieht, weiss man aber bereits, dass vieles schief gelaufen ist bei den beiden.
Wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur David Fincher? Er ist wie ein Hund auf der Suche nach einem Knochen. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit der Geschichte. Er will, dass die Schauspielerei echt ist. Für ihn ist wichtig, dass jeder, der am Film beteiligt ist, sein Bestes gibt. Er hinterfragt jede Entscheidung, die gemacht wird und sorgt dafür, dass jeder Stein umgedreht wird. Es ist diese Gründlichkeit, welche man als Zuschauer schätzt. Natürlich hat er einen brillianten Kopf, aber er steckt wahnsinnig viel in den Film, deshalb sind auch die Details im Film so überwältigend.