Was ist Liebe wert - Materialists

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Romantic Comedy

Von: Bernard Achour

LIEBE, STATUS & SELBSTWERT - EIN DREIECK DER GEFÜHLE

Mit MATERIALISTS erfindet Celine Song, die bereits mit PAST LIVES Publikum wie Oscar-Akademie bewegte, das klassische Liebesdreieck neu – charmant, aber tiefgründig. Ihr Ziel: der RomCom zu mehr Respekt zu verhelfen. «Liebe ist das grösste Mysterium unseres Lebens», sagt sie. «Sie verdient es, ernstgenommen zu werden.»

Auf den ersten Blick hat MATERIALISTS alles, was eine perfekte Sommerkomödie ausmacht: ein glamouröser Cast, das schillernde New York, elegante Dinner, kluge Dialoge – und eine Protagonistin, deren Gefühlschaos überraschend vertraut wirkt. Doch Song verleiht dem Genre eine neue Tiefe. Dakota Johnson spielt Lucy, eine brillante Heiratsvermittlerin für Wohlhabende, deren Blick auf Liebe von Algorithmen und Strategien geprägt ist. «Wir reden über Häuser, Autos, Gehälter – warum sollte Liebe ausgenommen sein?», fragt Song. Für Lucy ist Liebe eine Rechenaufgabe. Bis zwei Männer ihre Formel ins Wanken bringen: ein ehrlicher Ex (Chris Evans) ohne Geld und ein wohlhabender Traumprinz (Pedro Pascal).

Mehr als nur Romantik

MATERIALISTS ist romantisch, aber nicht naiv. Song konfrontiert ihre Heldin mit grossen Fragen: Wie stark beeinflussen Status, Alter oder gesellschaftliche Erwartungen unsere Entscheidungen in der Liebe? Dakota Johnson überzeugt in der Rolle einer Frau, die den Mut findet, ihr Herz zu öffnen. In einer Schlüsselszene serviert ihr jemand ein Getränk aus Cola und Bier – schräg, aber liebevoll gewählt. «Nur jemand, der dich geliebt hat, bevor du wurdest, wer du heute bist, würde das wissen», sagt Song.

Mit Feingefühl, Intelligenz und einem Schuss Ironie dekonstruiert Materialists die romantische Komödie – und zeigt, dass Liebe mehr ist als ein Genre: eine universelle Erfahrung, die uns alle betrifft.

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