Vaterland

Kinostart: 03.09.2026

Drama

Von: Carmine Carpenito

IM BUICK ZURÜCK ZUR VERGANGENHEIT

Im packenden historischen Drama VATERLAND kehrt der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann im Jahr 1949 erstmals seit dem Ende des Krieges nach Deutschland zurück. Was erwartet ihn in der zerstörten Heimat?

Gemeinsam mit seiner Tochter Erika, Schauspielerin, Autorin, Rallyefahrerin, begibt sich der Autor im schwarzen Buick auf eine beschwerliche Reise durch das Land, das sie sechzehn Jahre zuvor bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlassen hatten. Vom US-amerikanisch kontrollierten Frankfurt bis ins sowjetisch verwaltete Weimar durchqueren Vater und Tochter ein zerrissenes Deutschland, das durch den Kalten Krieg gespalten ist. Regisseur Paweł Pawlikowski inszeniert mit VATERLAND ein zutiefst persönliches, bildgewaltiges Roadmovie, das im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes für Furore sorgte und dort prompt die Auszeichnung für die beste Regie abräumte.

Der Superstar des deutschen Kinos

Dass dieses Meisterwerk ein intensives Kinoerlebnis garantiert, liegt allen voran an einer Frau: Sandra Hüller. Die Schauspielerin feierte spätestens mit dem packenden Justizdrama ANATOMIE EINES FALLS ihren ultimativen internationalen Durchbruch, der ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte. Wie wandlungsfähig der deutsche Superstar ist, bewies sie dieses Jahr im bildgewaltigen Sci-Fi-Blockbuster DER ASTRONAUT – PROJECT HAIL MARY. Die Hollywood-Produktion avancierte auch in der Schweiz zum absoluten Megahit und lockte weit über 140’000 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos. In VATERLAND schlüpft Hüller nun in die anspruchsvolle Rolle der Erika Mann und verleiht der vielschichtigen Schriftstellerin und Rallyefahrerin eine beeindruckende emotionale Präsenz. Das Zusammenspiel mit Hanns Zischler als Thomas Mann bietet erstklassiges Charakterkino, das man nicht verpassen sollte.

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