Wonder Woman

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Interview: Nadia Neo

Gal Gadot: «Auch Jungs werden diesen Film mögen»

LONDON Gal Gadot spielt die Hauptrolle der «Wonder Woman» im gleichnamigen Superheldinnen-Film. Als Steve Trevor, alias Chris Pine, auf sie trifft und ihr von einem tobenden Weltkrieg erzählt, will sie mit ihren Kräften helfen. Im Interview erzählen die Beiden von Frauenpower und Vorbildern.

Gal Gadot, «Wonder Woman» hat neben einer weiblichen Hauptrolle, mit Patty Jenkins auch eine weibliche Regisseurin, was spürbar ist. Wie verlief diese Zusammenarbeit? (überlegt kurz) Mit ihr als Person zu arbeiten, war beeindrucken. Sie ist so ein wunderbarer, unglaublich guter und interessanter Mensch. Wir haben uns von Anfang an super verstanden. Als wir zusammen zu Abend assen, dauerte das etwa sechs bis sieben Stunden. Wir konnten nicht aufhören über unsere Familien, über das Leben und wie wir die Welt sehen zu reden. Mit ihr zu arbeiten, war wirklich grossartig. Es fühlte sich an, als sei sie meine beste Freundin. Es gibt wirklich nichts Besseres, als mit jemandem zu arbeiten, dem man so vertraut. Sie weiss, wie sie sich ein gutes Verhältnis zu den Schauspielern verschafft. Sie ist einfach eine supertalentierte, schlaue, lustige und gutmütige Person.

Chris Pine, Patty Jenkins gilt auch als eine sehr praktische Regisseurin und zeigt die Dinge auch mal selbst vor. Hatten Sie ebenso die Möglichkeit Inputs zu geben? Oh ja, sie ist eine sehr offene Regisseurin. Normalerweise wird, vor allem bei einem so grossen Film, darauf bedacht vorwärts zu machen. In diesem Fall tauchten wir drei oft beim Set auf, ohne so recht zu wissen, um was es bei dieser Szene geht oder wie wir sie umsetzen sollten. Wir konnten einfach Vorschläge bringen und das Ganze dann selbst etwas formen. Das hat sehr viel Spass gemacht. Sie war kein Diktator oder so.

Gal Gadot, Ihre Töchter werden mit «Wonder Woman» aufwachsen und andere Frauen werden zu dieser Rolle aufsehen und sich inspiriert fühlen. Wie sehen Sie das? Ich denke, es ist für jedermann. Ich glaube, genauso wie ich Superman und Batman mochte, werden Männer und Jungs diesen Film mögen. Es handelt sich bei «Wonder Woman» um einen so universellen Charakter mit einer so universellen Botschaft. Es ist erfrischend und originell, diese riesigen Kämpfe mit hunderten von Frauen zu Pferd zu sehen, die ihre Schwerter durch die Luft schwingen. Es ist einfach toll.

Chris Pine, welche Erkenntnisse und Erfahrungen nehmen Sie mit und hat sich Ihre Sichtweise irgendwie durch Ihr Involvieren verändert? Ich hatte eigentlich keine konkreten Vorstellungen von Wonder Woman, abgesehen davon wie sie aussieht.

Sie haben sich als Kind also nicht wie sie angezogen? Chris Pine: Nein, obwohl...vielleicht. Gal Gadot: (lacht) Chris Pine: (überlegt kurz) Es ist eine Tatsache, dass man bei solchen Filmen dieses allgemeine Bild im Kopf hat, von Dingen, die in die Luft fliegen oder einem komplizierten Superhelden. Hier haben wir eine unkomplizierte, zuversichtliche Vorstellung von Optimismus, Hoffnung, Wunder und all diesen unglaublichen Qualitäten, denen, wie ich finde, sonst in Filmen nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ich bin also sehr stolz darauf, ein Teil davon zu sein. Wir können stolz darauf sein, dass so ein toller Mensch einen so tollen Charakter zum Leben erweckt.

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Interview: Nadja Neo

Robin Wright: «Mit den Outfits könnten wir Trends setzten»

LONDON Robin Wright spielt in der neuen Comicverfilmung «Wonder Woman», deren Tante und Mentorin Antiope. Mit ihrer tapferen und kämpferischen Art, tut sie alles um zu beschützen, was ihr lieb und teuer ist. Wir haben mit ihr über diese Rolle und ihre Lieblingsszenen gesprochen.

Robin Wright, was dachten Sie als Sie zum ersten Mal das Skript lasen? Sie gaben uns nur unsere eigenen Seiten. Es war alles streng geheim und wir durften nicht das ganze Skript sehen. Ich kann mich erinnern wie ich nur Kampfszene, Kampfszene, Kampfszene las, oder: „Du führst auf deinem Pferd eine Armee an.“ Aber auch: „Du lehrst deiner Nichte die härteste Kämpferin überhaupt zu sein, für das Wohl der Menschheit.“ Das ist eine riesen Botschaft für ein Kind.

Antiope ist Wonder Womans Tante, die ihr das kämpfen beibringt. Wie sind Sie ihre Rolle angegangen? Sie hat ein Ziel und zwar, ihre Nichte zu beschützen. Und der einzige Weg dafür war raue Liebe und Training. Zu sagen: „Du bist nicht gut genug, du kannst das noch besser und noch besser.“ Sie ist eigentlich der beste Football-Trainer den man je gesehen hat. Das wollten wir erreichen.

Hatten sie in ihrer Kindheit einen Bezug zu Wonder Woman? Ich meine, hierbei handelt es sich um eine überaus kultige Mythologie... Ja es ist eine Mythologie, es ist eine grossartige Erzählung des Willens dieser Göttinnen. Als Kind sah ich mir die Serie im Fernsehen an und ich dachte immer das sie das coolste Outfit überhaupt hatte. An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern (lacht).

Sie haben auch ein tolles Outfit gekriegt... Ich glaube wir könnten einen Trend ins Rollen bringen mit diesem Leder das wir alle tragen mussten.

Wie war es dieses Outfit zu tragen, war es bequem oder eher nicht? Der Brustpanzer ist aus ganz hartem Leder und wir alle haben bleibende Narben von der Reibung an dieser Stelle. Das war wahrscheinlich die grösste Herausforderung, da wir verschiedene Schichten hatten, die wir übereinander anziehen mussten. Es dauerte sicher jeden Morgen ca. 45 Minuten bis die Ankleider uns angezogen hatten. Sie schnürten uns diese Lederkorsetts. Es war wirklich eine große Sache.

Und das Filmen der Kampfszenen, wie anstrengend war das? Wir hatten den besten Mann dafür. Wir hatten den Mann, der den Film 300 gedreht hat. Er war unser Designer. Die Kampfszenen waren wie Ballet. Sie haben sie ganz genau choreographiert, damit es nach einer Frau die kämpft aussah und nicht nach uns die versuchen wie ein Mann zu kämpfen. Wir haben eine andere Gewichtsverteilung und unsere Kraft liegt wo anders. Er und Regisseurin Patty Jenkins haben wirklich einen großartigen Job gemacht.

Diese Kampfszenen sind wohl einige der herausragendsten Szenen im Film. Wie fühlt es sich an ein Teil davon zu sein? Absolut mächtig. Wir sagten uns jeden Tag:“ Wir fühlen uns nicht nur stark, wir sind stark!“ (lacht). Es war großartig.

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