Terminator: Dark Fate

Jetzt im Heimkino

hot
Action

Interview Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton

Interview: Raya Abirached

Linda Hamilton: «Seid ihr sicher, dass ihr das sehen wollt?»:

LONDON Endlich! Nach 28 Jahren stehen Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton wieder zusammen vor der Kamera. Im Gespräch mit kinowetter verraten die beiden wie es ist wieder zusammen zu arbeiten und wie die Erfahrungen nach 28 Jahren Pause sind.

Hätten Sie sich vor 35 Jahren vorstellen können, dass Ihre Rollen so ikonisch werden würde? Arnold Schwarzenegger: Ich habe darauf gehofft. Bei solchen Filmen weiss man nie was am Ende herauskommt. Beim ersten Terminator-Film dachte noch niemand an eine, geschweige denn mehrere Fortsetzungen. Aus meiner Sicht war es das Publikum, welches eine Fortsetzung verlangte, weil der Film so erfolgreich war. Er wurde zu einem Blockbuster, kam unter die Top 10 des TIME-Magazins der besten Filme aus diesem Jahr und nahm viel Geld im Boxoffice ein. Viele Fans sahen sich den Film mehrfach im Kino an. Deswegen entschied sich James Cameron einen zweiten Film zu machen. Dadurch entstand ein dritter, dann ein vierter und so weiter. So lief die Geschichte ab, die uns zum heutigen Film brachte. Es ist toll, dass wir dieses Mal eine Fortsetzung, die an den zweiten Terminator knüpft, machen konnten. Natürlich freue ich mich ebenfalls wieder mit Linda zusammenarbeiten zu dürfen. Es war schon damals unglaublich und heute ist es immer noch eine tolle Erfahrung.

Sind Sie der Meinung, dass der neue Film wieder vermehrt auf den Charakteren basiert als auf reiner Action oder einer Kombination der beiden wie früher? Linda Hamilton: Ja, das ist so. Vermutlich ging in den darauffolgenden Filmen nach den ersten zwei Filmen die Tatsache verloren, dass es ursprünglich eine Charakter basierende Geschichte war. Man kann eine Million Dinge in die Luft sprengen, solange man keine Figuren hat, die das Publikum ansprechen, spielt alles keine Rolle. Dieser Film ist eine Rückkehr zur originalen Version von allem — dieser reduzierten Version. Nicht notwendigerweise durch die Action, die ist massiver als je zuvor und grösser als ich mir je hätte vorstellen können. Es ist eher eine Rückkehr im Hinblick, dass wir wieder Charaktere haben. Charaktere mit denen man sich identifizieren kann. Mit Natalia Reyes, Mackenzie Davis und Gabriel Luna haben wir ausserdem brillante Schauspieler. Ausserdem sind natürlich noch wir beide (schmunzelt). Alles ist wirklich wundervoll.

Die Technologie ist extrem fortgeschritten in diesem Film. Wie sehr sind Sie daran interessiert und haben Sie sich damit auseinander gesetzt? Arnold Schwarzenegger: Ich bin der Meinung, dass man das Publikum viel besser unterhalten kann, wenn man den Film so macht, wie er im Drehbuch geschrieben steht. Früher konnten wir das nicht. Heute muss man zwar nach wie vor all die Kampfszenen und Waffenszenen drehen, jedoch kann man danach einen Schritt weitergehen. Wenn man also einen Regisseur wie Tim Miller hat, der aus dieser Welt kommt, die der digitalen visuellen Effekte, dann ist es ein grosser Vorteil und ein Plus für diesen Film.

Wurden Sie immer noch oft gefragt, ob und wann Sie zu Ihrer Figur Sarah Connor zurückkehren? Linda Hamilton: Klar, denn die Leute geben nicht auf. Sie fragen mich sogar, ob ich jemals zu DIE SCHÖNE UND DAS BIEST zurückkehren werde. Ich denke mir immer, seid ihr sicher, dass ihr das sehen wollt (lacht). Deshalb ja, es ist definitiv immer noch ein Gesprächsthema unter meinen Fans. Für mich war klar, dass das nie geschehen würde. Deswegen war ich genauso überrascht wie alle anderen, als die Bestätigung für diesen Film dann doch kam. Meine Gefühle waren eigentlich recht klar und ich war mir sicher, dass will ich nicht. Doch mit der vergangenen Zeit und der Möglichkeit genau mit dieser Zeit etwas Neues und dennoch alt bekanntes machen zu können, gefiel mir die Idee sehr gut. Zudem war es sehr cool eine Sarah Connor zu spielen, die bereits ein gewisses Alter hatte.

Social Media ist heute ein grosser Teil in der Kommunikation mit den Fans. In wie weit kommunizieren Sie über Social Media mit Ihren Fans? Arnold Schwarzenegger: Ich denke Social Media ist sehr wichtig. Es ist grossartig, wenn die Fans mit dir über deinen Film kommunizieren und dich wissen lassen, was sie gerne sehen möchten. Über eines waren sich fast alle Fans klar. Es sollte ein R-Rated Film sein und nicht PG-13 wie es beim letzten Terminator der Fall war. Das Studio war klug, dass es dieses Mal zugehört hat, nicht wie letztes Mal. Dieses Mal haben sie den Film mehr nach dem Geschmack der Fans gemacht. Sie zerstören Dinge, töten Leute und machen es sogar noch auf eine glorreiche Art und Weise. Der Film wurde wieder im Stil wie das Original anfangs 80iger gemacht und gleicht deswegen auch seinem Titel besser. Es ist ein intensiver Film und so sollte es auch sein.

Wie war die Erfahrung an diesem Film verglichen zu Ihrem ersten Film, hat es mehr Spass gemacht? Arnold Schwarzenegger: Ich hatte eine tolle Zeit bei diesem Film. Echte Befriedigung erhält man, wenn man hart arbeitet, den Tag über kämpft und hadert und abends dann einen Gewinn verbuchen kann. Man konnte etwas schaffen, wenn man gute Szenen und tolle Action gemacht hat. Deswegen spielt es dann auch keine Rolle mehr wie schwer es zu erreichen war.
Linda Hamilton: Ich bin nie relaxt, wenn ich Sarah Connor spiele. Ich musste stets diese dünne Linie beachten. Es ist eine feine Linie zwischen relaxt sein und bereit zu kämpfen. Sarah Connor ist schon solange eine Kämpferin und dennoch eine Frau, die in Gefahr ist. Sie kann sich nicht dauernd angstvoll umschauen. Es ist ein konstanter Kreis zwischen bereit sein zu kämpfen und grundsätzlich relaxt sein. Das war wirklich der wichtigste Punkt, bei welchem ich die Balance finden musste, gerade bei dieser Version meiner Figur. Generell gilt für mich, wenn ich am spielen bin, dann bin ich nicht relaxt.

© 2019 kinowetter.ch

Aktuelle Streaming Angebote für diesen Titel:

Powered by JustWatch